Leben im Dreirosen

Soziale Brennpunkte sind meistens Gegenden in Stätten, wo es nicht schön ist.

In der Regel liegt sehr viel Abfall herum. Das ist auf den Straßen, öffentlichen Plätzen und Parks für alle sichtbar. Und das obwohl die stätische Reinging genauso oft kommt wie in anderen Quartieren. Es sieht aber auch in den Treppenhäusern und Hinterhöfen oft nicht besser aus.

Die Polizei ist auch sehr häufig präsent, sogar häufiger als in anderen Quartieren. Die Bevölkerung müsste sich somit in den sozialen Brennpunkten sicherer fühlen können als anderswo. Ist aber nicht so. Ich höre immer wieder von außenstehenden das sie im Dunkeln lieber nicht durch so ein Quartier gehen. Bei Tageslicht aber auch nicht.

Wie im Dreirosen in Basel, nimmt die öffentlichkeit solche Hotspots überwiegend wegen Drogenhandel und Kriminalität wegen Drogenkonsum wahr.

Es steckt aber mehr dahinter. Auch Bewohner die primär nichts mit Drogenhandel oder Konsum zu tun haben, machen solche sozialen Brennpunkte zu dem, was sie sind. In sozialen Brennpunkten herrscht oft ein allgemein geringeres Verständnis darüber, das es Regeln gibt. Ob Hausordnungen oder bei der Abfallbeseitigung. Die Pflege der Umgebung hört oft vor den eigenen Wohnungstüren auf. Es sind die Menschen, die in den Sozialen Brennpunkten leben und Ihr Umfeld selbst gestalten.

In keinem anderen Quartier werden so viele Zigarettestummel auf den Boden geschmissen, so häufig auf den Boden gespuckt und laufen soviele krimig dreinsehende Menschen herrum, wie in solchen Quartieren

Ich lebe seit 2 Jahre in so einem sozialen Brennpunkt. Ich habe hier ein paar Erfahrungen notiert und bebildert. Nicht das was jede/r auf dem Stressen sehen du erleben kann, sondern dass, was in einem Mehrfamilienhaus in einem sozialen Brennpunkt hinter den Kulissen stattfindet.